Hörsensible Universität

Arbeitsgruppe

Die Arbeitsgruppe besteht aus engagierten Studierenden, Wissenschaftlern sowie uniinternen und -externen Beraterinnen, die sich in regelmäßigen Abständen von circa sechs Wochen zu Arbeitsgesprächen zusammenfinden. Die Gruppe erweitert sich stetig um interessierte und engagierte Personen mit und ohne Hörschädigungen.


Im Folgenden stellen sich einige Mitglieder der Arbeitsgruppe vor:

 

Barbara Corleis 

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Als Lehrkraft für besondere Aufgaben im Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik weiß ich, wie zentral die Bedingungen der Sprachproduktion und das Sprachverstehen für den individuellen Bildungserfolg sind. Daher ist es mir ein zentrales Anliegen, an der Gestaltung der „Hörsensiblen Universität Oldenburg“ mitzuwirken. Ob nun Hörschädigung oder eine andere Muttersprache – Ein Studium bedeutet für die Betroffenen immer eine ganz besondere Herausforderung. Jedem ist klar: Man kann nur verstehen, was man auch gehört hat. Genauso klar ist, Geräusche aller Art und schlechte akustische Bedingungen erschweren nicht nur das Hören, sondern auch die Konzentration und das Verstehen.


 

Wiebke Hendeß

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Mein Name ist Wiebke Hendeß und ich biete als Behindertenberaterin des Studentenwerks Oldenburg drei Mal in der Woche eine offene Sprechzeit an. Ich habe selbst als Rollstuhlfahrerin an der Universität Oldenburg studiert, bin ausgebildete Peer Counselorin (Betroffenen beraten Betroffene)und Sexualberaterin für behinderte Menschen und berate zu dem großen Themenbereich Studium und Behinderung. Einige Stichworte sind Finanzierung des Studiums und des behinderungsbedingten Mehrbedarfes, Nachteilsausgleiche, Wohnen, Assiststenz und das Umgehen mit der eigenen Einschränkung. Meine Beratung ist offen für Studieninteressierte, Studierende, AbsolventInnen, Angehörige sowie andere Ratsuchende/BeraterInnen. Hochschulintern, lokal und bundesweitbin ich sehr vernetzt mit anderen Beratungsstellen und Interessensvertretungen und arbeite aktiv in der politischen Interessensvertretung behinderter Menschen mit.

 

Gerold Jacobs 

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Seit Februar 2008 begleite ich die Hörsensible Uni als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik der Universität Oldenburg. Ziel meiner Arbeit ist die Verbesserung der akustischen Studienbedingungen aller Studierenden an unserer Uni, mit und ohne Hörschädigung. Dazu gehören die Erfassung der akustischen Qualität der Veranstaltungsräume der Uni Oldenburg und die Erarbeitung von Verbesserungsmaßnahmen. Außerdem arbeite ich an Infomaterial, um Studierende und am Studium Interessierten mit Hörproblemen den Einstieg ins Studierendenleben und das Studium zu erleichtern. Unter anderem gehört unsere Homepage dazu. Falls ihr also Anregungen, Vorschläge oder Kritik habt, meldet euch bei mir unter hoersensible(Klammeraffe)uni-oldenburg.de


 

Angela Klee

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Mit meinen Ausbildungen zur Hörgeräteakustikerin und Hörgeschädigtenpädagogin habe ich mich auf die Rehabilitation von Menschen mit einer Hörschädigung spezialisiert und bringe meine über 20- jährige Erfahrung in meine Beratungstätigkeit ein.

Als Lehrerin an einer Förderschule Schwerpunkt „Lernen“ nutze ich die Beratungserfahrung in der Betreuung von Kindern mit einer Hörschädigung an Schulen.

Seit einigen Jahren unterstütze ich als Mitglied die Arbeitsgruppe „Hörsensible Universität“. Ich bereite unsere Aktionen mit vor und beteilige mich an den Veranstaltungen. Seit dem SS 2009 bin ich zudem in der Kooperations- und Clearingstelle der Arbeitsgruppe „Hörsensible Universität Oldenburg“ tätig und stehe dort Studierenden und Uniangehörigen mit unseren Angeboten kostenfrei zur Verfügung.

 

Martin Podszus 

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Hören stellt die Grundvoraussetzung für die Orientierung in unserer Umwelt dar. Wenn wir nun aber bestimmte Frequenzen und Hörbereiche nur schwer oder gar nicht wahrnehmen können stört dies unsere Orientierung und führt zu Ablenkung, Gereiztheit und Unsicherheiten, die wir nur mit großem Energieaufwand kompensieren können. Wir müssen täglich aus einem Gros an akustischen Signalen die für uns wichtigen Informationen herausfiltern; Filtern bedeutet Konzentration und Konzentration ist die Voraussetzung um zuhören und somit auch Lernen respektive Studieren zu können.

Das hierzu gute akustische Voraussetzungen notwendig sind, ist mir sowohl als Naturwissenschaftler als auch durch die Erfahrungen im universitären Alltag sehr bewußt. Daher ist für mich die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe "Hörsensible Universität" ein wichtiges Anliegen um eine gerechte Teilhabe aller am Studium zu erreichen.

 

Prof. Dr. Gisela C. Schulze

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2004 erhielt ich den Ruf als Professorin für allgemeine Sonder- und Rehabilitationspädagogik an die Universität Oldenburg. Seit Januar 2006 setze ich mich mit Studierenden und Kolleginnen und Kollegen im universitären sowie außeruniversitären Rahmen aktiv für die Entwicklung der Hörsensiblen Universität Oldenburg ein. Unser Ziel ist, die Oldenburger Kompetenzen aus den Bereichen Wissenschaft und Praxis zum Thema „Hören/ Beeinträchtigung im Hören“ zu bündeln und Visionen zu entwickeln, wie eine hörsensible Universität für Personen mit und ohne Beeinträchtigungen im Hören gestaltet werden kann.

Dabei soll die Studiensituation von allen Studierenden aller Studiengänge und Fakultäten an der Universität Oldenburg verbessert werden.

Gegenwärtig gibt es keine andere Universität in Deutschland, die sich für den Bereich „Verbesserung der Studienbedingungen durch Verbesserung der Hörsituation an Universitäten“  in dieser Breite für Studierende mit und ohne Beeinträchtigungen auseinander gesetzt hat. Die Universität Oldenburg mit dem Zusatztitel „Hörsensible Universität Oldenburg“ könnte somit in der Öffentlichkeitsarbeit eine Federführung übernehmen und speziell auch im Übergang Schule – Universität an Bedeutung gewinnen.

 

Eva Maria Schürmann-Lanwer 

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Selbst von Geburt an hochgradig schwerhörig und beidseitig mit Hörgeräten sowie seit 2004 mit einem Cochlear -Implantat versorgt, weiß ich um die oftmals bestehenden Nöte von Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung.

Schwierigkeiten raumakustischer Natur, Verständnisprobleme aufgrund undeutlicher Artikulation, Versorgung mit suboptimalen Hörhilfen und daraus resultierende mangelnde Ausschöpfung des vorhandenen Hörpotenzials, fehlendes Einfühlvermögen, infolge fehlender Informationen auf Seiten des Umfeldes, sind nur einige der zentralen Thematiken, die das Dasein von Betroffenen erschweren und drängende Fragestellungen aufwerfen.

Die Arbeitsgruppe Hörsensible Universität hat sich der Aufgabe verschrieben, hier anzusetzen und für bestehende Problematiken allgemein zu sensibilisieren, aber auch einzelnen Personen bei der Bewältigung ihres Lern- und Arbeitslebens behilflich zu sein. Hier hoffe ich, meine eigenen Erfahrungen weitergeben zu können und einen Beitrag zu einer gelingenden, zunehmend stärker werdenden Integration zu leisten.

 

Unterstützer und Ehemalige Mitglieder

Nadine Goetz 

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Mit den Herausforderungen des Alltags von Menschen, die auf gute akustische Bedingungen angewiesen sind, bin ich als staatlich anerkannte Erzieherin, zukünftige Anwärterin des Lehramtes für Sonderpädagogik, Referentin im autonomen Referat für behinderte und chronisch kranke Studierende im AStA der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, sowie Mitarbeiterin in der Kooperations- und Clearingstelle der Arbeitsgruppe Hörsensible Universität Oldenburg vertraut. Insbesondere aufgrund meiner eigenen Hörschädigung verfüge ich über Erfahrungen, Kenntnisse und Fertigkeiten, welche ich für die Realisierung einer hörsensibleren Universität nutzen möchte.

Iris Kähler

Ich bin Iris Kähler, 27 Jahre alt und studiere an der Bremer Universität Erziehungswissenschaften auf Diplom mit der Studienrichtung Behindertenpädagogik im 12. Semester. Derzeit stehe ich kurz vor dem Abschluss des Studiums und schreibe gerade meine Diplomarbeit zum Thema "Schwerhörig studieren - Eine Analyse der Studienbedingung von Studierenden mit einer Hörschädigung.".
Da ich selbst schwerhörig bin - von daher mich die Thematik sehr interessiert – ist das Projekt „Hörsensible Universität Oldenburg“ geradezu ideal für mich. Im Rahmen meiner Diplomarbeit möchte ich die aktuellen Studienbedingungen für Schwerhörige anhand von Einzelinterviews mit betroffenen StudentInnen herausfinden, analysieren und auswerten. Ich hoffe, durch diese Arbeit einen kleinen Beitrag zum Gesamtprojekt leisten zu können.

Maik Klose

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Von einer akustisch optimal gestalteten Arbeitsumgebung profitieren alle Studierenden, insbesondere aber Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Daher setze ich mich als Diplom- Sozialwissenschaftler seit 2008 für die „Hörsensibilität“ innerhalb von Hochschulen ein.

Außerdem bin ich im Jahr 2002 Mitglied in der „Bundesarbeitsgemeinschaft „Behinderung und Studium e. V.“ geworden und arbeite dort zurzeit als Mitglied des Vorstandes mit. Seit 2006 engagiere ich mich im autonomen Behindertenreferat der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Dort bin ich für die Beratung, insbesondere für verwaltungs- und sozialhilferechtliche Fragen, zuständig.

Dr. Wilhelm Koch-Bode, Dipl.-Geront., Hörgeschädigtenpädagoge -

Als früherer Lehrer an Schulen für Hörgeschädigte bin ich mit schwerhörigenspezifischen Themen vertraut. Während meiner Dezernententätigkeit am Nds. Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung (NiLS) war ich mit Prüfungsangelegenheiten befasst. Der Universität bin ich momentan als Lehrbeauftragter verbunden.

Dem Projekt "Hörsensible Universität" stehe ich für individuelle Beratung hörbeeinträchtigter Studierender und bei Bedarf als Moderator einer studentischen Arbeitsgruppe zur Verfügung.